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Dr. Mario für zwischendurch
Puzzle
04.05.2009
Autor: Mario Kablau
Dr. med Mario Mario empfängt zur Sprechstunde!
Nintendo verdankt den Erfolg des ersten Gameboys vor ziemlich genau 20 Jahren sicher auch dem Erwerb der Lizenz von Tetris für die kleine Konsole. Das klassische Puzzle sorgte damals für eine große Erfolgswelle und ist auch heute noch sehr beliebt. Mit Dr. Mario entwickelten sie das Konzept ein wenig weiter, setzten eine bekannte Figur oben drauf und erreichten dennoch nie den Erfolg der Vorlage… Allerdings ist Dr. Mario auch eine ganz Ecke spezieller, denn hier geht es nicht darum, einfach nur Reihen zu bilden und auszulösen, sondern es müssen Viren bekämpft werden, was natürlich mit Pillen passiert.
Viren gibt es in verschiedenen Farben, die jeweils eine ganz spezielle Medizin benötigen, um besiegt zu werden, ein roter Virus braucht rote Pillen, ein gelber gelbe usw. Um einen Virus aufzulösen, muss er auf einer vertikalen oder horizontalen Linie mit zwei farblich identischen Pillensegmenten verbunden werden. Sind alle „Gegner“ auf dem Spielfeld erledigt, ist der Level geschafft. Es kommt also in großem Maße auf Kombinatorik und Geschicklichkeit an, denn natürlich kommen die zweifarbigen Pillen in zufälliger Reihenfolge vom oberen Rand des Bildschirmes gefallen.
Die DSiWare Version bietet dabei im Wesentlichen zwei Spielmodi: den Klassiker und eine Variante gegen die CPU. Beim Klassiker geht es einfach nur darum, alle Pillen irgendwie und irgendwann aufzulösen, eingeteilt auf 20 Spielstufen und drei Geschwindigkeiten. Es handelt sich also um eine typische Highscore-Jagd. Spielt man gegen die CPU, dann muss man dasselbe Puzzle einfach nur schneller lösen als der Gegner, um zu gewinnen. Daneben bietet das Spiel noch ein paar Optionsmöglichkeiten und Statistiken.
Die technische Seite
Da es sich hier um einen Download-Titel handelt, darf man natürlich von der Technik nicht allzu viel erwarten, dazu kommt noch, dass Vertreter des Genres „Puzzle“ nie großen Wert auf epische Grafiken legen. Dr. Mario ist da keine Ausnahme, weiß aber dennoch zu gefallen. Die Karten sind übersichtlich, die zwei Bildschirme werden mehr oder weniger sinnvoll ausgenutzt und alles ist klar strukturiert und gut erkennbar.
Die Musik ist zwar quantitativ nicht wirklich umfangreich – es gibt nur zwei Stücke – dafür aber von sehr hoher Qualität und natürlich ist auch das klassische Thema „Fieber“ in einer modernen Fassung mit dabei. Und kaum schreibe ich darüber, habe ich schon wieder einen Ohrwurm...
Die Steuerung ist sehr gut, auch wenn es mich ziemlich wundert, dass der Touchscreen gar nicht zum Einsatz kommt. Normalerweise spendiert Nintendo ja allen Titeln irgendeinen Touch-Modus, hier haben sie es jedoch nicht getan und ich bin dankbar! Mehr als das Steuerkreuz und eine bis maximal zwei Tasten braucht man nicht, um zu puzzeln und großen Spaß zu haben, typisch Dr. Mario eben!
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