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Spieleliste: DSiWare

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Art Style: INTERSECT

Puzzle

06.11.2009

Autor: Mario Kablau

 

 

Ein Puzzle auf 'ner Straßenkreuzung!

 

Wenn man an den Straßenverkehr denkt, dann kommt einem bestimmt nicht als erstes ein Puzzlespiel in den Sinn, auch wenn ein Autohersteller mal im Tetris-Stil für die unglaubliche Ladekapazität eines Kombis geworben hat. Das wird sich aber ändern, denn Art Style: INTERSECT spielt, wie der Name des Titels schon verrät, auf einer Kreuzung. Diese ist je nach Modus auf dem oberen oder unteren Bildschirm dargestellt und wir von Autos in drei verschiedenen Farben (schwarz, rot und weiß) befahren. Ein Auto, das in die Kreuzung einfährt, muss da natürlich irgendwann auch mal wieder runter und genau das ist der Trick im Spiel. Man muss die Fahrzeuge nämlich so über die Kreuzung leiten, dass möglichst gleichfarbige auf demselben Weg wieder ausfahren.

 

Kurz vor der Ausfahrt sammelt sich diese dann und werden in Treibstoff verwandelt, wenn mindestens fünf gleichfarbige Karossen an einer Ausfahrt stehen. Diesen Treibstoff benötigt man, um den Kern, der sich auf dem jeweils anderen Bildschirm befindet, in die Höhe zu schießen. Man muss das tun, weil der so genannte Stachel langsam immer höher wächst und das Spiel vorbei ist, wenn er den Kern erreicht. Durch das Sammeln von Treibstoff gilt es, das so lange wie möglich zu verhindern und eine möglichst große Höhe zu erreichen.

 

Doch der Treibstoff zündet sich natürlich nicht von alleine. Dafür braucht man einen Zünder, der zum einen in regelmäßigen Abständen in die Kreuzung einfährt und dann am besten zum größten Depot gelenkt werden sollte. Zum anderen hat man eine Notversion, die gezündet werden kann, wann man will. Erreicht man bestimmte Höhen oder legt eine besondere Combo hin, dann bekommt man diese Notversion, die man immer dann einsetzen sollte, wenn es mal brenzlig wird oder man schon ein gigantisches Depot aufgebaut hat.

 

Solche Depots bauen sich jedoch nur langsam auf, wenn einfach ein Auto nach dem anderen in die Kreuzung einfährt. Ist das kleine Dreieck voll, verändert es die Form und wird immer größer, was natürlich auch den Effekt bei der Zündung deutlich ändert. Schneller voll kriegt man die Dinger durch besondere Aktionen. Hat man zum Beispiel zwei schwarze Depots auf der Kreuzung, dann kann man in eins davon auch ein rotes Auto einfahren lassen. Dieses sorgt dann für eine Spritverdopplung in beiden Lagern und beschleunigt das ganze Vorgehen deutlich. Macht man es mit allen drei Farben, dann geht es sogar noch schneller. Allerdings muss man aufpassen, dass man dabei immer genug Depots hat, denn fehlgelenkte Autos treiben gleichzeitig auch den Stachel schneller nach oben. So muss man stets abwägen, was gerade besser ist.

 

Zugleich muss man darauf achten, dass ein Depot nicht vertrocknet. Nach und nach verlieren die Straßen nämlich ihre schwarze, rote oder weiße Farbe und ein Treibstofflager verschwindet, wenn die Farbe komplett verblasst ist. Verhindern kann man das ganz einfach, indem ein entsprechend gefärbtes Auto in die jeweilige Straße gelenkt wird. Im Overdrive-Modus, der sich nach bestimmten Kombos aktiviert, lädt sogar jedes Fahrzeug den Treibstoff direkt auf, allerdings muss man die Autos hier schnell und in jedem Falle richtig einsortieren, denn nach nur einem Fehler ist der hilfreiche Supermodus direkt beendet.

 

Mit der Zeit kommen die Autos natürlich immer schneller angefahren und auch immer gemeiner. Ist zum Beispiel das einzige weiße Spritlager auf der rechten Seite, dann ist es blöd, wenn ein weißes Fahrzeug aus dieser Richtung kommt. Man kann sie nämlich auf der Kreuzung nicht wenden lassen. Ein gewisser Glücksfaktor spielt also auch eine Rolle.

 

 

Zwei Spieler, zwei Kreuzungen, ein Kern!

 

Darüber hinaus kann man INTERSECT auch zu zweit genießen, dann fällt jedoch der Stachel weg. Ziel ist es hier, den Kern so hoch zu treiben, dass er beim Gegner den Boden berührt. Dieser hält natürlich dagegen an und zündet selbst Treibstoff, um dasselbe Ziel zu erreichen. Da der zweite Spieler per DS Download-Spiel einsteigt, kann man so auch gegen Leute spielen, die keinen DSi haben, der alte DS und der DS lite sind auch dazu in der Lage, was eine feine Sache ist.

 

Hat man mal keinen Mitspieler zur Hand, einen Online-Modus gibt es ja leider nicht, dann kann man auch gegen einen CPU-gesteuerten Gegner antreten. Da man aber nicht sehen kann, was der Gegner macht, ist das nicht wirklich spaßig, der Endlos-Modus gefällt mir persönlich da wesentlich besser.

 

 

Steuerung und Technik

 

Die Steuerung ist ziemlich gut gelungen, vor allem weil die Entwickler zwei komplett verschiedene Schemata eingebaut haben. Man kann das Spiel nämlich wahlweise komplett mit Tasten oder komplett mit dem Touchpen steuern.

 

Spielt man den Button Mode, ist die Kreuzung auf dem oberen Bildschirm dargestellt und man gibt den Autos die Richtung über das Steuerkreuz vor. Kern und Stachel werden auf dem unteren Bildschirm angezeigt. Im Touch Mode ist die Kreuzung auf dem Touchscreen und man lenkt die Autos per Stylus in eine bestimmte Richtung. Folgerichtig sind Stachel und Kern hier oben dargestellt. Beide Versionen funktionieren einwandfrei, so dass man sich aussuchen kann, was einem persönlich besser gefällt. Durch ein paar weitere Unterschiede in den Modi, wie zum Beispiel den Einsatz der Notzünder, gibt es sogar Anreize, beide regelmäßig zu spielen und den Highscore zu knacken.

 

Technisch ist der Titel auch typisch für die Reihe, alles ist klar und übersichtlich strukturiert, es gibt ein paar nette Effekte, aber sonst wirkt es arg farblos. Zweckmäßig ist hier der richtige Begriff, was ja nicht per se schlecht ist. Sowohl Kreuzung als auch Autos sind sehr stilisiert dargestellt, was aber auch nötig ist, denn in höheren Stufen muss man ziemlich schnell erkennen, was gerade wo hin sollte, damit man nicht scheitert. Dafür ist die Grafik gut geeignet, hätte aber durchaus auch noch besser sein können. Für 500 Punkte und beim Genre Puzzle kann man darüber jedoch nur schwerlich klagen.

 

Ähnlich sieht es bei der Musik aus. Normalerweise höre ich gerne die Spielmusik, hier war es mir aber total egal. Ob ich im Zug oder zu Hause auf dem Sofa spiele, die Musik muss nicht unbedingt hörbar sein, so dass ich oft auf Kopfhörer verzichtet habe. Hatte ich sie aber eh dabei, dann habe ich mich von der Musik berieseln lassen. Auch hier ist das Spiel also Durchschnitt.

Fazit

Arty Style INTERSECT ist der bereits siebte DSiWare Titel der Reihe und es macht nach wie vor Spaß, die etwas anderen Puzzlespiele zu genießen. Die Idee mit der Kreuzung ist gut, clever umgesetzt und fordernd. Auch die zwei Steuerungsmöglichkeiten sorgen für Pluspunkte. Grafik und Sound sind okay, aber sonst nicht der Rede wert. Wer bisher mit Art Style Spaß hatte, der kann auch hier getrost zugreifen. Lediglich die später aufkommende Hektik und der in Teilen recht hohe Glücksfaktor trüben das Erlebnis ein wenig.

Grafik

ok

Sound

schwach

Steuerung

super

Spielspaß

gut

79%

Singleplayer

75%

Multiplayer

Release

02.10.2009

Developer

Q Games

Publisher

Nintendo

Nintendo Points

500

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Anzahl Spieler (WLAN)

1-2



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.

 

Nintendo Points

Hiermit sind die Punkte gemeint, die man zum Erwerb von Software für die Virtual Console benötigt. Man kann diese Online per Kreditkarte oder im Geschäft als Punktekarten erwerben und 100 Wii-Punkte stehen für einen Gegenwert von 1,- €. Außerdem kann man Punkte im Tausch gegen VIP-Sterne erhalten, die man bei Kauf von Nintendo-Produkten erhält. Für einen Nintendo Point benötigt man vier VIP-Sterne.


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