In dieser Liste haben wir für euch die besten und erfolgreichsten Spiele von Nintendos dritter Heimkonsole zusammen getragen. Zunächst gehen wir auf die Spiele genauer ein, die sich besonders gut verkauft haben und im Anschluss daran haben wir noch ein paar Geheimtipps für euch. Außerdem haben wir zu jedem Spiel zwei Bilder, Kurzinfos und ein paar interessante Details.
Neben einer Reihe von Mario Sport-Spielen, die in der Zeit des N64 ihren Grundstein gelegt bekommen haben, hatte Nintendo auch einige realistische Sportspiele im Angebot, eines davon ist 1080° Snowboarding. Hier geht es nicht nur darum, auf dem Snowboard möglichst schnell die Piste herunter zu kommen, sondern auf dem Weg dahin möglichst halsbrecherische Stunts durchzuführen. Das höchste der Gefühle war dabei der namensgebende 1080° Spin. Es stammt aus der Feder der Entwickler von Wave Race 64 und legt dementsprechend hohen Wert auf Realismus und für damalige Verhältnisse umwerfende Grafik.
Banjo Kazooie/Tooie
(Genre: Jump n’ Run, Entwickler: Rareware, Erschienen: 1998, 1999)
Mit beiden Banjo & Kazooie Jump ´n Runs perfektionierte Rareware das, was Nintendo mit Super Mario 64 vorgemacht hatte: Bessere Grafik und mehr Komplexität verschafften dem putzigen Bären und dem aufgedrehten Federvieh schnell Kultstatus.
Command & Conquer 64
(Genre: RTS, Entwickler: Looking Glass, Erschienen: 1999)
Mit Command & Conquer 64 bewiesen die Looking Glass Studios, dass auch Strategiespiele auf Konsole funktionieren können, wenn man sich nur ausreichend Gedanken über die Steuerung macht. Im Prinzip handelt es sich bei dem Spiel um ein Remake des ersten Teils, nur dass diesmal eine echte 3D Grafik geboten wurde.
Conker’s Bad Fur Day
(Genre: Jump n’ Run, Entwickler: Rareware, Erschienen: 2001)
Als niedliches Jump n’ Run gestartet, wurde am Ende das wohl abgedrehteste Abenteuer der Videospielgeschichte daraus. Zur Geschichte: Das kleine Eichhörnchen Conker ist nach einem Kneipenbesuch so dicht, dass er den Weg nach Hause nicht mehr findet und fortan in ein Schlamassel nach dem anderen stolpert. Wer schon mal Kühe mit Durchfall, Gegner, die ausgepinkelt werden wollen oder Blumen mit dicken Knospen sehen wollte, muss den Titel haben!
Diddy Kong Racing
(Genre: Funracer, Entwickler: Rareware, Erschienen: 1998)
Wieder mal klaute Rare dreist bei Nintendo. Diesmal musste das Konzept von Mario Kart herhalten. Aber auch bei Diddy Kong Racing erweiterten sie das Spiel um so viele Elemente, dass es vollkommen eigenständig wirkte. Neben einer deutlich besseren Grafik, überzeugte der Titel vor allem durch die Möglichkeit, neben Karts auch in Hovercrafts und Flugzeuge zu steigen, wobei alle Vehikel gleichzeitig eine Strecke befuhren.
Donkey Kong 64
(Genre: Jump n Run, Entwickler: Rareware, Erschienen: 1999)
Feierte Donkey Kong auf dem SuperNES noch drei Auftritte, war es auf dem N64 nur einer. Der ist aber so dermaßen voll gestopft mit Inhalt, dass viele dies schon als Kritikpunkt angesehen haben. Das Spiel verlangt nämlich von euch, dass ihr jede Welt mit verschiedenen Affen spielt, da jeder unterschiedliche Items einsammeln kann. Das war dann schon fast zu viel des Guten. Darüber hinaus gibt es aber nicht viel zu meckern. Die Technik ist auf hohem Niveau, es gibt jede Menge nette Gameplay-Ideen und oben drauf noch einen brauchbaren Multiplayer-Modus. Besonders witzig ist, dass im Abspann des Spiels eine Fortsetzung für GameCube angedeutet wird, die aber aufgrund des Wechsels von Rare zu Microsoft nie zustande kam.
Duke Nukem Zero Hour
(Genre: Third Person und Egoshooter, Entwickler: 3D Realms, Erschienen: 1999)
Duke hatte auf dem N64 gleich zwei Abenteuer. Während das erste aber nur ein Remake der PC Version war, wurde Zero Hour von Grund auf für das N64 entwickelt. Es entpuppte sich als zwei Spiele in einem: So spielte man den ersten Durchlauf in der Third Person Perspektive. Damit konnte man einen Egoshooter Modus freischalten. Beide Modi ließen sich perfekt spielen, die Levels waren sehr abwechselungsreich und Dukes Sprüche der absolute Wahnsinn; selten so gelacht bei einem Spiel!
Excite Bike
(Genre: Racing, Entwickler: Left Field Studios, Erschienen: 2001)
Der Titel war sicherlich eine der positiven Überraschungen der N64 Ära. Matt von IGN vergab dem Spiel damals sogar die Traumnote von 9.7, sicherlich etwas übertrieben, aber dennoch schufen die Left Field Studios das für die technischen Möglichkeiten nahezu perfekte Motorrad Rennspiel, was sowohl spielerisch als auch technisch überzeugte.
Extreme-G 1 & 2
(Genre: Future Racer, Entwickler: Probe Entertainment, Erschienen: 1997 & 1998)
Als Antwort auf das futuristische Rennspiel wipEout gab Acclaim ein Spiel in Auftrag, dass dem an Geschwindigkeit in nichts nachstehen sollte. Zwar wurden als Fahrzeuge Motorräder gewählt, aber das hielt die Entwickler nicht davon ab, sogar den Durchbruch der Schallmauer zu ermöglichen. Das grandiose Geschwindigkeitsgefühl, das durch diverse Cheats noch extremer gemacht werden konnte, ging einher mit guter Steuerung, tollen Strecken und einem guten Mehrspielermodus. Der zweite Teil hatte sogar ein Motorrad mit an Bord, dass von einem deutschen Fan entwickelt wurde.
F-Zero X
(Genre: Racing, Entwickler: Nintendo, Erschienen: 1998)
Bei F-Zero X setzte Nintendo alles auf Geschwindigkeit und ein großes Fahrerfeld aus 30 Kontrahenten gleichzeitig. Darunter musste zwar die Grafik was leiden, dafür war die Spielbarkeit grandios. Genial war der Zufallsstreckengenerator, der immer wieder per Tastendruck neue Kurse kreierte. Darunter manchmal so abgefahrene Teile, bei denen man extreme Schwierigkeiten hatte diese zu meistern und öfters mal im Abgrund landete. Für den Soundtrack engagierte Nintendo einen japanischen Metal Musiker, dementsprechend gibt es ordentlich was auf die Ohren!
Goldeneye
(Genre: Egoshooter, Entwickler: Rareware, Erschienen: 1997)
Das Spiel ist mehrfacher Hinsicht bemerkenswert: 1. Sorgte es für den Durchbruch des Genres auf Konsolen. 2. Ist es bis heute eine der besten und erfolgreichsten Umsetzung einer Filmlizenz. 3. War es wohl die außergewöhnlichste Entscheidung, die Nintendo jemals getroffen hat. Hallo!? Nintendo kauft eine Filmlizenz und lässt daraus einen Egoshooter machen!? Wie untypisch und gleichzeitig, wie genial ist das eigentlich? Mehr davon!
Legend of Zelda (Ocarina of Time, Majora’s Mask)
(Genre: Action Adventure, Entwickler: Nintendo, Erschienen: 1998, 2000)
Selten war der Hype um ein Spiel von Nintendo so groß wie zu Ocarina of Time. Und nur selten hielt ein Spiel alles das, was es im Vorfeld versprach, wie das erste 3D Abenteuer von der Legend of Zelda Serie. Nintendo machte gleich mit der ersten 3D Version so ziemlich alles richtig: Perfekte Spielbarkeit, eine spannende Geschichte, geniales Dungeondesign und eine tolle Atmosphäre. Majora’s Mask, wenn auch nicht von jedem so gemocht, setzte in vielerlei Hinsicht noch einen drauf. Es setzte einen Expansion Pak voraus, so dass die Grafik noch detaillierter und die Dungeons noch komplexer wurden. Majora’s Mask ist bis heute das Zelda mit den meisten und aufwendigsten Sidequests und den am besten in den Kontext eingebundenen NPCs (non playable characters).
Lylat Wars
(Genre: Shoot ‘em Up, Entwickler: Nintendo, Erschienen: 1997)
Das N64 Abenteuer von Starfox und seinem Team war eine gezielte Weiterentwicklung des SuperNES Erstlingswerks, was damals ja auch schon fast komplett 3D war. Erweitert wurde das Spielprinzip um offene Areale, wo man frei rumfliegen konnte sowie um den sehr spaßigen Einsatz eines Panzers bei Bodenmissionen. Lylat Wars kann man durchaus als bisherigen Höhepunkt der Serie ansehen.
Mario Kart 64
(Genre: Racing, Entwickler: Nintendo, Erschienen: 1997)
Sicherlich mit das beste Multiplayerspiel für das N64. Auch wenn manche den Vorgänger auf der SuperNES besser fanden, setzte der Teil doch neue Standards für das Design der folgenden Titel der Serie. Vor allem der Battle-Modus bereicherte das Spiel um einen gehörigen Mehrspaß. Trotz des eher geringen Umfangs auch heute noch Spiel, was man immer wieder mal einlegen kann.
Mario Party (1 bis 3)
(Genre: Party, Entwickler: Hudson Soft, Erschienen: 1998 – 2000)
Man kann über die gefühlten tausend Mario Party Spiele denken, was man will. Doch letztendlich haben wir sicherlich alle schon die einen oder anderen sehr unterhaltsamen Stunden mit den Titeln verbracht. Den Anfang setzte die Serie auf dem N64, zu einer Zeit, als Minispielsammlungen und der Begriff Casual Gamer noch gar nicht wirklich existierten.
Mario Tennis
(Genre: Sport, Entwickler: Camelot, Erschienen: 2000)
Nintendos Antwort auf das geniale Virtua Tennis. Mit Mario Tennis lieferte der Entwickler Camelot ein sehr gutes Tennis Spiel ab, dass sich vor keiner Konkurrenz verstecken musste. Gerade durch seine einsteiger freundliche Steuerung und seinem Typischen Mario Charme entwickelte sich Mario Tennis zum Geheimtipp für alle Nintendo Fans. Übrigens feierte Waluigi in diesem Spiel seinen Einstand ins Nintendo Universum.
Paper Mario
(Genre: RPG, Entwickler: Intelligent System, Erschienen: 2000-2001)
Der erste Teil der Erfolgsserie feierte sein Debüt auf dem N64. Paper Mario konnte nicht nur mit seinem besonderen Grafikstil, der bewusst Charaktere und Gegenstände, in einer dreidimensionalen Umgebung, zweidimensional zeigt, sondern auch durch seinen Witz und Humor überzeugt.
Perfect Dark
(Genre: Egoshooter, Entwickler: Rareware, Erschienen: 2000)
Der inoffizielle Nachfolger zu Goldeneye ist in vielerlei Hinsicht bis heute einer besten Egoshooter überhaupt. Die Geschichte um die Agentin Joanna Dark war sehr spannend, das Missionsdesign sehr abwechselungsreich und vor allem je nach Schwierigkeitsgrad unterschiedlich, die Steuerung nahezu perfekt und die Grafik holte wirklich alles aus dem N64 heraus (und teilweise auch mehr, was zu einigen Rucklern führte). Ich möchte an dieser Stelle nur die teilweise vorhandenen Echtzeitlichteffekte erwähnen; man konnte Lichtquellen kaputt schießen und somit Räume verdunkeln. Das ist bis heute kein Standard! Dazu gab es noch jede Menge Challenges für bis zu vier Spieler und einen Splitscreen Multiplayer, der bis heute genial ist: Vier Spieler Modus, mit Bots zuschaltbar, Botverhalten einstellbar, Waffen frei definierbar, Befehle an Bots während eines Matches übertragbar, Rangsystem, Medaillen, ausführliche Statistiken, jede Menge Karten darunter Klassiker aus Goldeneye und und und!!!
Rayman 2
(Genre: Jump n’ Run, Entwickler: Ubisoft, Erschienen: 1999)
Michel Ancel und sein Team bei Ubisoft lieferten mit Rayman 2 eines der besten Jump n’ Runs der damaligen Generation ab. Spielerisch war der Titel sehr abwechselungsreich und bot zusätzlich auch noch eine sehr ansehnliche Grafik. Rayman wurde nach dem Spiel zum Maskottchen der französischen Firma.
Resident Evil 2
(Genre: Survival Horror, Entwickler: Angel Studios, Erschienen: 1999)
Die Umsetzung von Resident Evil 2 für das Nintendo 64 ist eine technische Meisterleistung. Die Entwickler der Angel Studios schafften es den Inhalt von zwei prall gefüllten CDs, so viel nahm die Version für die PlayStation weg, auf ein 512 MBit Modul zu pressen, inklusive aller Videosequenzen, der Sprachausgabe und einigen grafischen Verbesserungen. Die Entwickler müssen gezaubert haben! Aber auch abseits der technischen Leistung ist das Spiel ein absolutes Muss, gilt es doch wegen den Charakteren Leon, Claire und Ada sowie wegen der tollen Geschichte, den fetten Schockmomenten und den unterschiedlichen Locations mit zu den besten Teilen der ruhmreichen Resident Evil Serie.
Shadowman
(Genre: Action Adventure, Entwickler: Acclaim, Erschienen: 1999)
Basierend auf einem Comic entwickelte Acclaim damals das Action Adventure Shadowman, was ursprünglich als Trilogie geplant war, aber leider nach nur zwei Teilen eingestellt werden musste. Euer Protagonist ist gefangen in einer Parallelwelt, voll gruseliger Gestalten. Massenmörder wie Jack The Ripper versuchen mit einer Legion des Bösen die reale Welt zu überrennen. Indem ihr die verdorbenen Seelen findet, diese aufnehmt und selbst immer stärker werdet, könnt ihr die Pläne letztendlich durchkreuzen. Shadowman war ein tolles Action Adventure, mit einer großen zusammenhängenden Welt, netten Gameplay Ideen und einer extrem intensiven Atmosphäre, unterstützt von guter Sprachausgabe. So verlieh die Synchronstimme von Samuel L. Jackson dem Protagonist seine Stimme.
Super Mario 64
(Genre: Jump n’ Run, Entwickler: Nintendo, Erschienen: 1997)
Was soll man zu diesem zeitlosen Meisterwerk noch sagen? Wieder einmal hatte Nintendo es geschafft, eine Serie aus der zweiten Dimension perfekt in die dritte Dimension zu transportieren und dabei noch jede Menge Standards zu setzen, die bis heute berücksichtigt werden. So war Mario 64 eines der ersten 3D Spiele, die eine frei bewegliche und justierbare Kamera boten. Außerdem war der Titel voll gepackt mit den unterschiedlichsten Gameplay Ideen. Grandios und zeitlos!
Super Smash Bros.
(Genre: Prügelspiel, Entwickler: HAL Laboritories, Erschienen: 2000)
Als Satoru Iwata, der heutige Präsident von Nintendo und damals Chef von HAL, und Sakurai, der heutige Chefentwickler der Serie, Ende der 90er Jahre an Super Smash Bros. arbeiteten, war Nintendo selbst gar nicht wirklich an dem Spiel interessiert. Zu ungewöhnlich erschien das Konzept, bei dem sich Nintendo Charaktere gegenseitig die Köpfe einschlagen. Erst eine Anspielsession einer Demo bei Nintendo änderte deren Meinung und der Rest ist Geschichte. Heute zählt die Super Smash Bros. Marke zu den wichtigsten Brands der Videospielindustrie.
Star Wars Shadows of the Empire
(Genre: Action, Entwickler: Lucas Arts, Erschienen: 1997)
Es gab gleich mehrere wirklich gute Star Wars Spiele auf dem N64. Da wäre das von Factor 5 entwickelte Rogue Squadron zu nennen oder auch die Filmumsetzung zu Episode 1 Battle For Naboo. Das beste Star Wars Spiel war aber wahrscheinlich Shadows of the Empire, weil es nicht nur die bekannten Ereignisse der Filme nacherzählte, sondern einen eigenen Storystrang offenbarte. Hinzu kommt ein extrem abwechselungsreiches Gameplay: Von Flugmissionen über Planeten und im All bis hin zu Laufmissionen mit Balleraction und kleineren Rätseln bis zu einer rasanten Tour auf einem Speederbike war alles dabei, was sich ein Star Wars Fan wünschen kann.
Turok (Dinosaur Hunter, Seeds of Evil, Rage Wars, Shadow of Oblivion)
(Genre: Egoshooter, Entwickler: Iguana Studios, Erschienen: 1997 – 2000)
Eine weitere Comicumsetzung von Acclaim und sicherlich eine Serie, die das N64 definierte. Denn neben Super Mario 64 war es vor allem Turok Dinosaur Hunter, was in den Anfangstagen der Hardware den größten Hype kreierte. Zu groß war doch das Dino Interesse in den 90er Jahren, vor allem nach Jurassic Park. War der erste Teil sowohl spielerisch als auch technisch noch nicht so gut, steigerte man sich bei Acclaim bis zu Shadow of the Oblivion kontinuierlich. Das lag auch an dem gezielten Einsatz des Expansion Paks, wodurch die Grafik besser und die Level noch komplexer wurden.
Wave Race 64
(Genre: Sport, Entwickler: Nintendo, Erschienen: 1997)
Zum Launch des N64 kam es Nintendo vor allem darauf an, zu zeigen, was technisch in der Konsole steckt. Bei Wave Race versucht man daher, die Wellenphysik und Wassereffekte so realsitisch wie nur irgend möglich zu gestalten und das ist auf jeden Fall gelungen. Gepaart mit einer grandiosen Spielbarkeit ist der Nachfolger des Game Boy Titels wohl eines der besten Rennspiele auf der Konsole, auch wenn es leider nur zu zweit spielbar ist.
World Driver Championship
(Genre: Racing, Entwickler: Boss Game Studios, Erschienen: 1999)
Auch wenn das N64 vielfach den Ruf hatte, keine guten Rennspiele zu bieten, kann man diesen Vorwurf nicht so stehen lassen. Es gab zwar kein Gran Turismo, dafür aber einige andere, eher arcadelastige Kracher. Einer davon war World Driver Championship. Das Spiel überzeugte durch toll designte Strecken, die überall auf dem Erdball angesiedelt waren. Hinzu kamen jede Menge fiktive Fahrzeuge, die sich allesamt unterschiedlich fahren ließen. Das Spiel war zwar arcadelastig, verlangte aber dennoch gutes fahrerisches Können und schaffte somit den Spagat vorbildlich. Hinzu kamen ein toller Soundtrack und eine für N64 Verhältnisse bombastische Grafik!
WWF No Mercy
(Genre: Wrestling, Entwickler: Aki, Erschienen: 2000)
Mit WWF No Mercy veröffentlichte THQ ein Spiel, das nicht zu Unrecht noch heute von vielen Wrestlingfans als das beste Wrestlingspiel aller Zeiten angesehen wird. Das fantastische, eher langsame und simulationslastige Gameplay in Kombination mit einer riesigen Optionsvielfalt und einem guten Storymodus ließ hierbei über die durchwachsene Technik des Titels hinwegsehen. Vor kurzem kamen Gerüchte auf, dass angeblich eine überarbeitete Version des Titels für Nintendos "WiiWare"-Plattform geplant sei, was in Anbetracht der sehr großen Fangemeinde des Titels auch nicht auszuschließen ist. Sollte dieses Gerücht stimmen, würde für viele Wrestlingfans das Spiel des Jahres wohl schon feststehen.
Geheimtipps:
Beetle Adventure Racing
(Genre: Racing, Entwickler: Paradigm, Release: 1999)
Als EA damals die Need for Speed Marke erfolgreich auf der PlayStation etabliert hatte, versuchte man auch auf dem N64 eine Rennserie aufzubauen, die ein ähnliches Gameplay, aber eine andere Konzeption bot. Zugegeben, bei der Wahl der Autos war die Beschränkung auf VW Käfer sehr eng gefasst, dafür überzeugte das Spiel auf andere Weise: Das Streckendesign war grandios. Bei manchen Kursen brauchte man für eine Runde schon mal über drei Minuten, in der Zeit fährt man bei anderen Spielen auf den längsten Strecken schon locker drei Runden. Viele Abkürzungen und Alternativwege waren verfügbar. Der Name „Adventure“ kam daher, da man auf den Strecken gut versteckte Icons finden und einsammeln musste. Das war sehr motivierend! Abgerundet wurde das Ganze von einer guten Grafik.
Blast Corps
(Genre: Action, Entwickler: Rareware, Erschienen: 1997)
Kommerziell wenig erfolgreich, aber dennoch eine Erwähnung wert aufgrund des ungewöhnlichen Spielkonzepts, ist Blast Corps. In dem Spiel ist ein Atomtransporter außer Kontrolle geraten. Ihr müsst nun mit Räumfahrzeugen, Baggern, Mechs etc. alle Hindernisse wie Häuser aus dem Weg räumen, damit der Transporter nicht dagegen knallt und so den Supergau verhindern. Das Spiel war ziemlich schwer, aber irgendwie sehr spaßig, wenn man sich einmal eingearbeitet hatte.
Body Harvest
(Genre: Action, Entwickler: DMA Design, Erschienen: 1997)
Body Harvest ist ebenfalls ein sehr bemerkenswertes Spiel. Entwickelt wurde es DMA Design, aus denen einige Jahre später Rockstar wurde. Das interessante ist, dass man Body Harvest durchaus als Vorstufe zu den späteren 3D GTA Teilen sehen kann. Denn der Titel, in dem Aliens die Erde überfallen und in Starship Troopers Manier, die Menschen „ernten“ wollen, war eines der ersten Spiele, die nach dem heute so modernen „Sandbox“ Prinzip funktionierten, was später auch bei GTA eingesetzt wurde. D.h. ihr bewegt euch frei in einem großen Areal und bekommt während des Spielens neue Aufgaben zugeteilt. Das Spiel litt zwar unter einer extremen Nebelsuppe, war aber aufgrund des neuen Spieldesigns fast schon Pflicht!
Forsaken
(Genre: Action, Entwickler: Acclaim, Erschienen: 1998)
Auch wenn Forsaken einige spielerische Mängel hatte, muss man dieses Spiel einfach mal in Aktion gesehen haben. Ihr bewegt euch auf kleinen schwebenden Bikes durch abgefahrene Locations wie Raumstationen mit engen Gängen etc., alles trotz hoher Geschwindigkeit mit großer Wendigkeit. Ihr ballert mit euren Bordkanonen auf gegnerische Geschütze und Feinde. Unterstützt wird das Ganze von einer sehr guten Grafik mit tollen Lichteffekten und einem spacigen Techno-Rock Soundtrack. Forsaken ist auch im Multiplayer durchaus spaßig.
Hybrid Heaven
(Genre: Action RPG, Entwickler: Konami, Erschienen: 1999)
Hybrid Heaven vermixte Prügelspiel und Rollenspiel. Als Hybrid namens Diaz erkundet ihr die Untergrundwelt von New York City in einer fiktiven Zukunft. Nach und nach deckt ihr dunkle Machenschaften auf, löst verschiedene Rätsel und sammelt Erfahrungspunkte, um euren Charakter aufzuleveln. Auch wenn das Spiel ein wenig monoton war, konnte es durch das sehr ungewöhnliche Kampfsystem und durch die spannende Geschichte motivieren.
Jet Force Gemini
(Genre: Action, Entwickler: Rareware, Erschienen: 1999)
Jet Force Gemini war kommerziell wohl eher ein Flop, in anderer Hinsicht aber einfach Top! So bot der Titel eine tolle Grafik, einen der besten Soundtracks (fast schon orchestral) auf dem N64 und tolle Shoot em Action gegen liebevoll gestaltete Insektengegner, die gerne mal in die Einzelteile zerlegt wurden. Interessant war auch der Koop-Modus, bei dem ein zweiter Spieler den kleinen, fliegenden Roboter kontrollierte, der ebenfalls ballern und ausspionieren konnte.
San Francisco Rush 2049
(Genre: Racing, Entwickler: Midway, Erschienen: 2000)
Auch die San Francisco Rush Reihe beehrte das N64 mit gleich drei Teilen. Während vor allem die ersten beiden Spiele eher nur für Fans empfehlenswert waren, perfektionierte Midway für Rush 2049 das Gameplay so dermaßen, dass man den Titel schon fast als Muss für jeden Arcade-Rennspielfan bezeichnen kann. In den Rush Spielen, so auch in 2049, brettert ihr mit fiktiven Wagen durch fiktive Städte. Es gibt dabei jede Menge Abkürzungen und vor allem waghalsige Sprünge, fast wie in Excite Truck. In Rush 2049 wurde das noch durch Flügel an jedem Fahrzeug, die man per Tastendruck ausfahren konnte, auf die Spitze getrieben. Sehr spaßig war auch im Multiplayer der so genannte Stunt Modus, wo man in großen abgesteckten Arenen Münzen finden und einsammeln musste. Diese waren aber vielfach nur durch extrem verrückte Fahrmanöver und Sprünge zu erreichen!
Starcraft 64
(Genre: RTS, Entwickler: Blizzard, Erschienen: 2000)
Wohl das bisher erfolgreichste Strategiespiel aller Zeiten erschien auch auf dem N64, allerdings nur in den USA und in Australien. Somit existiert also auch eine Pal Version des Klassikers, was natürlich die Nachfrage damals wie heute extrem erhöhte. Was soll man sagen? Blizzard setzte damals im RTS Genre neue Maßstäbe mit Starcraft und portierte das Spiel vorbildlich auf Nintendos Konsole.
Top Gear Overdrive
(Genre: Racing, Entwickler: Snowblind Studios, Erschienen: 1998)
Wieder eines der Rennspiele, die damals zu wenig Beachtung fanden. Dabei bot das Spiel abwechselungsreiche Strecken, eine sehr gute Grafik und einen lizenzierten Soundtrack der Band Grindstone, deren Alben es zwar nie nach Europa schafften, aber dennoch für Fans von Alternative Rock ein Fest war. Wenn der Umfang noch was größer gewesen wäre, dann hätte man Top Gear Overdrive durchaus auch als echten Kracher bezeichnen können.