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Reviews: Nintendo Wii

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Super Mario Galaxy 2

Jump 'n Run

24.06.2010

Zum Video-Review

Autor: Mario Kablau

 

 

Super Mario Galaxy - die Zweite!

 

Ziemlich genau zwei Jahre nach dem Release von Super Mario Galaxy, das für mich bisher beste 3D Jump ’n Run mit meinem klempnernden Namensvetter in der Hauptrolle, ist passiert, was es niemals zuvor gab. Ein Nachfolger kommt auf derselben Konsole. Fans und vor allem die Fans der anderen schreien direkt nach der Ankündigung ganz laut, wie doof das ist, dass hier Resteverwertung betrieben wird. Mal davon abgesehen, dass Fortsetzungen auf derselben Konsole bei anderen Konsolenherstellern und Spielepublishern etwas ganz normales sind, kann es doch nicht schlecht sein, wenn ein grandioses Spiel eine Fortsetzung bekommt, oder? Aber sollen die Leute doch meckern und mit dem 128. WW2-Shooter glücklich werden. ;-)

 

Zurück zum Thema: wir fragten uns nach der Ankündigung auch, ob Nintendo wohl ein Super Mario Galaxy 1.1 daraus macht oder einen echten Nachfolger. Und wer unsere bisherige Berichterstattung verfolgt hat, der kann diese Frage ganz leicht beantworten. Super Mario Galaxy 2 ist ein vollwertiger zweiter Teil mit ganz vielen eigenen Ideen, komplett neuen Levels und jede Menge Inhalten. Nur der Anfang, der ist gleich geblieben!

 

Mario wird zum gefühlten millionsten Mal von Prinzessin Peach auf einen Kuchen eingeladen, wie im Vorgänger zur Feier des Sternenfestes. Doch als Mario am Schloss ankommt, räumt der plötzlich gigantisch große Bowser schon den Vorgarten um. Marios Bemühungen, ihn direkt zu Beginn zu stoppen, sind natürlich zum Scheitern verurteilt und so macht er sich auf eine weitere Reise durch Raum und Zeit in den Weiten des Weltalls. Bowser gehört schließlich aufgehalten!

 

 

Einiges Altes und ganz viel Neues!

 

Schon nachdem man den ersten Level gespielt hat, merkt man, dass die Entwickler nach der Fertigstellung von Teil 1 noch ziemlich viele Ideen hatten, die sie nun umsetzen konnten. Anfangs ist das vor allem eine schiere Masse an neuen Items, Gegnern, Verwandlungen und natürlich Yoshi, der seinerseits auch sehr wandlungsfähig ist.

 

 

Natürlich sind die aus dem Vorgänger bekannten Items, darunter Bienen-Mario, Feder-Mario, Geist-Mario, Feuer-Mario und natürlich auch Regenbogen-Mario wieder mit dabei, doch schon in der ersten Welt kommen weitere spielerische Möglichkeiten dazu. Es beginnt mit dem Dino Yoshi, der das erste Mal einen wirklich vollwertigen und sinnvollen Auftritt in einem 3D-Titel von Super Mario hat. Kaum aus seinem Ei befreit, kann Mario aufsitzen und auf ihm durch den Level reiten. Mit ihm ist neben höheren und weiteren Sprüngen auch das Besiegen von sonst unbesiegbaren Gegnern ein Leichtes. Mit seiner Zunge, die per Pointer gesteuert wird, lassen sich die meisten Schergen einfach verspeisen.

 

Manche sind jedoch dafür zu groß, wie zum Beispiel Kugelwillis. Diese behält er dann einfach im Maul und der Spieler kann sie dahin zurückschicken wo sie herkamen. Natürlich wird das in den Umgebungen und bei Gegnern auch vielfach eingesetzt. Dazu gibt es noch drei Verwandlungsmöglichkeiten für Yoshi. Wenn er eine von drei Beerenarten frisst, dann ändert er seine Farbe und erhält für kurze Zeit besondere Eigenschaften. Bei einer roten Schote zum Beispiel rast er dank deren Schärfe wie ein Düsenjet los. Die gelbe Beere lässt in seiner Umgebung sonst unsichtbare Plattformen erscheinen und die blaue bläst ihn auf, so dass er für eine Weile schweben kann. Diese ganzen Extras tauchen natürlich erst nach und nach im Spiel auf.

 

Und auch Mario selbst bekommt neue Möglichkeiten, so zum Beispiel den Bohrer, mit dessen Hilfe er sich durch ganze Planeten graben kann, um auf der anderen Seite wieder hervorzukommen. Außerdem ist noch Wolken-Mario zu erwähnen, mit dieser Verwandlung kann der Spieler bis zu drei Wolken erscheinen lassen, um weite Abgründe zu überwinden. Außerdem ist er auch nur in diesem Kostüm leicht genug, um generell auf Wolken stehen zu können. Zum Abschluss gibt es auch noch Stein-Mario, der sich zu einer Steinkugel zusammenrollen und dann als menschliche Bowlingkugel alles umnieten kann.

 

 

Doch das ist natürlich noch lange nicht alles, die Entwickler haben viele weitere, neue Ideen in das Spiel eingebaut, vor allem beim Leveldesign und beim Gameplay haben sie sich wie die Wilden ausgetobt. Um das zu verdeutlichen, hier mal einige frühe Beispiele.

 

 

Die Vielseitigkeit des unendlichen Weltraums!

 

Bei der Erstellung der diversen Galaxien in den Welten des Spiels haben sich die Entwickler natürlich auch von ihren eigenen Ideen im Vorgänger inspirieren lassen. Jedoch sind diese bei sich selbst geklauten Levels erstaunlich selten im Spiel, der Vollständigkeit halber wollte ich das nur gleich am Anfang erwähnen. Darüber hinaus haben sie auch einige Dinge wieder eingeführt, die seit langer Zeit vergessen waren. So tauchen Gegner wieder auf, die es in 3D bisher gar nicht gab und auch ganz alte Levelelemente sind plötzlich wieder da. Das alles führt dazu, dass sich langjährige Mario-Fans direkt wohl fühlen und vor allem in Erinnerungen schwelgen können, wenn sie die ganzen Dinge wiedererkennen.

 

Darüber hinaus haben die Jungs und Mädels bei Nintendo jedoch ganz tief in die Innovationskiste gegriffen, es gibt Levels, die sind so clever gemacht, dass ich mich teilweise echt gefragt habe, warum da nicht schon längst jemand drauf gekommen ist. In den 2D-Abschnitten zum Beispiel gibt es jetzt auch Schwerkraftwechsel, also Mario hat den Boden aus unserer Sicht der Dinge unter sich, manchmal aber auch rechts, links oder über ihm. Sogar zeitgesteuerte Wechsel gibt es und Levelabschnitte, die jeden 2D-Freund fast zum Weinen – natürlich vor Freunde – bringen könnten. ;-)

 

Okay, vielleicht trage ich doch etwas zu dick auf, aber ich mache einfach mal weiter, damit ihr versteht was ich meine. Warum zum Beispiel haben wir noch nie gesehen, wie Kettenhunde produziert werden? Wer kettet die Dinger eigentlich überall an und warum? Zugegeben, diese Fragen werden nicht beantwortet, aber ein Level zu machen, dass in einer Kettenhundfabrik spielt ist einfach eine geniale Idee. Und dann Mario auch noch zum Produktionsassistenten zu machen ist fast noch besser. Oder wieso durfte Mario noch nie eine Bowlingkugel sein und über einen Parcours rollen, um den Power-Stern zu erreichen? Oder warum durfte Luigi noch nie direkt ins Spiel eingreifen? Oder, oder, oder? Die Ideen sind quasi grenzenlos und auch für jemanden, der in Super Mario Galaxy alle Sterne geholt hat, gibt es eine Menge Neues zu entdecken.

 

 

Toll ist vor allem, dass es insgesamt 242 Sterne zu holen gibt, bisher waren es immer „nur“ gut 120 Stück. Doch wie zu erwarten war, hat Nintendo das mit einem kleinen Trick möglich gemacht, erst wenn man das Spiel mit allen 120 Sternen durch hat, werden alternative Aufgaben in den Levels freigeschaltet. Ich finde das jedoch trotzdem eine tolle Idee, bei Super Mario 64 gab es schließlich auch sechs Aufgaben in jeden Level zu lösen und damals waren die Umgebungen noch deutlich kleiner. Man muss allerdings schon ziemlich gut und geduldig sein, um soweit zu kommen, denn bei den ersten 120 Aufgaben sind schon einige dabei, die Können und Geduld stark fordern.

 

 

Technik und Steuerung!

 

Grafisch gibt es an Super Mario Galaxy 2 absolut nichts auszusetzen. Schon der Vorgänger war eine Augenweide und auch wenn sich technisch nicht wirklich viel getan hat, so konnte mich das Spiel dennoch noch ein bisschen mehr begeistern. Das liegt vor allem an der größeren Abwechslung und dem Einbau von ganz vielen alten und neuen Elementen. Man kann optisch einfach nichts bemängeln, viel besser geht es auf der Wii einfach nicht.

 

Bei der Musik stellt es sich sehr ähnlich dar. Neben den gewohnten Stücken gibt es auch im zweiten Teil wieder eine ganze Menge an orchestralen Stücken. Außer einigen aus dem ersten Teil, die ein weiteres Mal zum Einsatz kommen, gibt es auch viele ganz neue Stücke, die teilweise auf altbekannten Melodien basieren. In dieser Richtung kann es bei Nintendo weitergehen, gerne auch noch intensiver! Mit etwas anderem bin ich dagegen gar nicht zufrieden. Nachdem es in Super Mario Sunshine echte Sprachausgabe gab, wurde dieses Feature in Super Mario Galaxy weder auf ein Minimum reduziert. Außer den Geräuschen von Mario und ein paar Worten wie „Thank you“ von Peach gibt es keine gesprochenen Worte im Spiel. Das ist Schade und ein Schande und reicht mir, um beim Sound nicht die Höchstwertung zu geben.

 

Bei der Steuerung bin ich allerdings wieder voll zufrieden. Sämtliche Moves gehen gut von der Hand und man hat den Klempner stets voll unter Kontrolle. Auch der Einsatz von Pointer und Bewegungen ist vorbildlich. Das Schütteln wird bei Mario für Sondermoves eingesetzt, also zum Beispiel wenn er den Bohrer benutzen oder eine Wolke entstehen lassen will. Per Pointer zielt man nicht nur mit Yoshis Zunge, sondern kann auch wieder Sternenteile abschießen, um Gegner für kurze Zeit zu lähmen.

 

 

Der Pointer ist außerdem das einige Werkzeug für den zweiten Spieler. Dieser bekommt dann seinen eigenen Zeiger auf dem Bildschirm und kann damit allerhand Sachen machen. So zum Beispiel Gegner festhalten, damit der erste Spieler sie leichter besiegen kann. Ebenso lassen sich bewegliche Plattformen oder rollende Hindernisse stoppen. Dazu darf der zweite per Pointer natürlich auch Sternteile einsammeln und außerdem ist es möglich, Items direkt zu Mario zu holen. Insgesamt ist der 2-Spieler-Modus damit etwas umfangreicher als im Vorgänger, jedoch besteht nach wie vor das Problem, dass es immer wieder Abschnitte gibt, in denen der zweite Spieler lange Zeit nur zusehen kann. Das motiviert Freunde oder Familienmitglieder vermutlich nicht gerade dazu, sich mit dem Spiel auseinander zu setzen. Wenn zwei Gamer vor der Glotze hocken, ist es aber ein nettes Gimmick, damit beide was zu tun haben. Vor allem aber wird das Spiel dadurch wesentlich leichter.

 

 

Weitere Meinungen aus der Redaktion!

 

Und bevor ich jetzt zu meinem Fazit komme, lasse ich die anderen auch mal zu Wort kommen. Natürlich haben einige bei uns das Spiel gespielt und dementsprechend auch etwas dazu zu sagen.

 

Matthias:

Super Mario Galaxy 2 ist ein gelungener zweiter Teil, der mit einigen neuen Ideen überzeugen kann. Mir hat er besser gefallen als der erste Teil, da er abwechslungsreicher ist. Das Leveldesign ist sehr gut gelungen und spricht mich auch in vielen Fällen an. Die Gegner sind schwerer als im ersten Teil und auch erfahrene Spieler werden an der einen oder anderen Stelle mehr gefordert. Das fällt schon am Anfang auf. Aber die Kreativität nimmt in den weiteren Welten noch zu. Auch die Bossgegner sind ziemlich kreativ und die neuen Items werden gut genutzt. Die fehlende Sprachausgabe ist schade und die Story ist auch nur minimal. Der Anfang ist der selbe, aber er sorgt auch dafür, dass das Spiel sehr schnell beginnt. Der Einstieg ist für Neulinge sicherlich auch nicht so schwer und dennoch werden auch die Langzeitspieler gefordert. Einige Level sind aber auch immer noch viel zu leicht. So sind die Kämpfe gegen den riesigen Bowser doch etwas einfach. Daran muss noch gearbeitet werden. Vielleicht würden das Problem variable Schwierigkeitsgrade lösen, aber das Spiel macht Spaß und das ist die Hauptsache.

 

Martin:

Super Mario Galaxy 2 ist gut. Gigantisch gut. Es ist so gut, dass ich mich persönlich dafür einsetzen würde, dass es bei Deperssionen als Behandlungsmittel angewandt wird. Selbst Marvin, der depressive Robotor aus Per Anhalter durch die Galaxis, wäre nach einigen Stunden mit Super Mario Galaxy 2 vermutlich der Frohsinn in Person und würde allen mit einem permanenten dauer Grinsen nerven. Galaxy 2 ist nahezu 100 Prozent Spielspaß und begeistert von Anfang bis Ende. Wer den Vorgänger gespielt hat, fühlt sich sofort zuhause und doch gibt es genug kreative Einfälle, die das Spiel unvergleichlich frisch halten. Dazu kommen noch die galaktisch gute Präsentation und der unfassbare Unfang. 242 Sterne! 242! Da sitzt man schon eine Weile dran. Natürlich ist auch dieses Spiel nicht perfekt, aber kleinere Macken, wie das Stocken, wenn auf dem Bildschirm so richtig die Post abgeht, fallen kaum ins Gewicht. Nur der Multiplayer ist immer noch nicht ausgereift und fühlt sich wie eine Dreingabe an. Viel zu oft gibt es für Spieler 2 einfach nichts zu tun und dann, wenn doch mal mehr los ist, wird es zu chaotisch. Aber was soll's, das Spiel ist definitiv ein Pflichtkauf!

 

 

Wer jetzt noch nicht genug hat, dem empfehle ich mein Tagebuch, dort gehe ich noch viel detaillierter auf die Stärken und Schwächen des Spiels ein. Außerdem könnt ihr euch im dreiteiligen ersten Eindruck bei 10do TV die Highlights der ersten Welt ansehen. Jetzt aber zu meinem Fazit!

 

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Super Mario Galaxy 2 ist definitiv ein vollwertiger Nachfolger. Aus den bekannten Elementen wurden brandneue, teilweise extrem innovative Levels gebastelt und darüber hinaus haben die Entwickler zahllose brandneue Dinge eingefügt. Mario hat nun zwei weitere Verwandlungen, ein neues Extra und Yoshi ist auch wieder dabei, der seinerseits auch noch Verwandlungsmöglichkeiten hat. Dazu ist der Umfang mit 242 Sternen geradezu gigantisch. Technisch ist erwartungsgemäß alles perfekt, nur die fehlende Sprachausgabe ist mir ein Dorn im Auge. Die Steuerung geht super von der Hand und auch der zweite Spieler hat nun ein bisschen mehr zu tun. Alles in allem ist der zweite Teil auf jeden Fall besser als der Vorgänger, aber da inzwischen zwei Jahre vergangen sind, bleibt die Note dieselbe, viel Luft nach oben ist ohnehin nicht mehr vorhanden. Ich kann euch allen nur raten: kauft das Spiel! Wenn ihr keine Wii habt, kauft sie euch! Es lohnt sich.

Grafik

super

Sound

gut

Steuerung

super

Spielspaß

super

97%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

11.06.2010

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-2


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