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The Story of Thor

Action Adventure

21.03.2011

Autor: Sebastian Jünemann

 

 

Mario gegen Sonic! Aber wer gegen Link?

 

Diese Frage stellten sich Segafans besonders zu den Zeiten des Mega Drives, da bei der Konkurrenzkonsole, dem Super Nintendo, neben Super Mario World auch das eigene Spiel Zelda: A Link to the Past ein eindeutiges Markenzeichen war und auch noch heute ist. Zwar kam 1992 von Climax ein erstes zeldaähnliches Spiel für den Sega Mega Drive heraus und machte durch den elfischen Helden Niels im Sega-Lager Hoffnung auf ein eigenes Gegenstück zu Link. Dies jedoch floppte letzten Endes durch die schwächere Spielweise und der teils gewöhnungsbedürftigen Spielumgebung. Also musste etwas anderes gefunden werden und so brachte Sega in Zusammenarbeit mit dem damaligen Entwickler Ancient (lustigerweise zugleich auch der Name einer Black-Metal-Band) 1994 das Spiel Story of Thor heraus, in der amerikanischen Fassung auch als "Beyond Oasis" bekannt. Anstatt einer klassichen mittelalterlichen Fantasywelt erwarteten den Spieler hier viele Elemente aus dem fernen Orient, Disneys Aladdin ließ also grüßen. Genauso wie Landstalker und Soleil erschien das Spiel hierzulande in deutscher Sprache.

 

 

Die Geschichte von zwei Armbändern

 

In dem Spiel steuert der Spieler den blonden Abenteurer und Prinzen Ali, der bei einer Reise auf ein magisches, goldenes Armband stößt. Dieses magische Relikt fordert ihn anschließend auf ein silbernes Armband sowie dessen Träger als Gegenstück zu finden und zu zerstören. Wer nämlich beide Armbänder besitzt, beherrscht die Welt und natürlich will dies gerade der Bösewicht mit dem anderen Armband erreichen. Dieser überrascht den Prinzen nach seiner Rückreise schon im ersten Dorf seines Heimatlandes Oasis mit einer Monsterhorde, die der Held aber dank seiner kämpferischen Fähigkeiten in die Flucht schlagen kann. Nach diesem Gefecht rät der ehemalige Kampflehrer dem Prinzen sich sofort zur Hauptstadt aufzumachen und seine Eltern von den Ereignissen zu unterrichten. Auf dem Weg dorthin stößt er natürlich auf noch mehr Monster. Als er seinem Vater, dem König, Bericht erstattet, geht das Abenteuer richtig los. Denn um das Böse zu besiegen muss er zuerst nach vier Elementargeistern suchen, ohne die er das Armband nicht in voller Kraft nutzen kann.

 

 

Kämpfen im Stil eines Beat ‘em Ups

 

Mit Alis Dolch, einer unbegrenzt nutzbaren Standardwaffe, und gezielten Fußtritten, bzw. Karatetechniken, lassen sich anfangs alle Gegner im Spiel in ihre Schranken weisen. Später kommen noch, wenn auch nur begrenzt nutzbar, weitere Waffen hinzu wie Schwerter, Armbrüste und Bomben. Dabei sagt die Zahl unter den Waffen immer aus, wie viele Treffer man damit erzielen kann, bis diese unbrauchbar werden und für immer verschwinden. Man sollte sie gerade deshalb unbedingt für die schwierigen Endgegnerkämpfe aufbewahren. Eine Armbrust, die wie der Dolch ebenfalls unbegrenzt genutzt werden kann, existiert auch, aber kann im späteren Spielverlauf nur sehr schwer gefunden werden. Gegenstände zum Heilen können ebenfalls im Inventar aufgenommen werden, wie die Waffen aber auch nur in einer begrenzten Zahl.

 

Wenn bei den Kämpfen eine bestimmte Anzahl von besiegten Gegnern erreicht ist bekommt der Prinz ein Herz, das seinen Rang und seine Lebenskraft erhöht. Neben gut ausgeprägten Kampffähigkeiten kann die Spielfigur durch fingerbrechende Tastenkombinationen noch einige andere Spezialangriffe gegen Feinde nutzen. Neben Angriffen bieten sich als Steuerung auch noch das Springen und das Fortbewegen in der Hockstellung an.

 

Ähnlich wie in Secret of Mana bekommt der Held durch die Befreiung von jedem Elementargeist dessen Unterstützung, womit er neben den Waffen auch die Möglichkeit hat zu zaubern. So kann man zum Beispiel mit dem ersten Elementargeist, einer Wasserfee, sich begrenzt heilen oder mit zwei Angriffszaubern Gegner attackieren. An einigen Stellen im Spiel sind die Geister zum Weiterkommen erforderlich und bei ein paar Stellen braucht man sogar alle vier. Hat man also einen Dungeon mit einem Elementargeist übersprungen, muss man sich diesen noch holen, ehe das Abenteuer weitergehen kann.

 

Ähnlich wie in Zelda ist in dem Spiel eine Landkarte vorhanden, mit der man sich einen guten Überblick zu den Zielpunkten verschaffen kann.

 

 

Technik- und Meckerecke

 

The Story of Thor bietet zwar keine vollkommen neue Story, knifflige Rätsel und abwechslungsreiche Handlungen an, aber kann durch seine für damals überdurchschnittliche Grafik und actionreichen Sounds sehr gut auftrumpfen. Die Umsetzung dieser guten Spieltechnik und die Kombinationskämpfe aus Waffen und Karate machen das Spiel zu unvergesslichen Spielerlebnis.

 

Nur die Dungeons sind im gesamten Spiel überwiegend mit plumpen Rätseln gespickt und versprechen leider keine großen Herausforderungen. Hauptsächlich geht es in den Räumen fast immer nur um das Auffinden von Schlüsseln für die nächste Tür. Rätselfreunde gehen dabei also leider ganz leer aus, zumindest da hätte man das Niveau höher setzen können. Hier hat Zelda: A Link to the Past die Nase eindeutig vorn.

 

Gerade deshalb sind hier auch die Kämpfe der interessantere und spaßige Kern des gesamten Spiels.

Fazit

Trotz einiger Meckereien lässt es sich nicht leugnen, dass sich Sega mit diesem Spiel viel Mühe gegeben hatte, um den Spielern eine Alternative zu Zelda aufzuzeigen. Nur leider kam das Spiel viel zu spät auf dem Markt, da Nintendo da schon längst die Markführung inne hatte. Liebhaber von Action Adventures, mit einer Tendenz fürs Kämpfen wie bei Zelda, lege ich diesen Titel gerade deshalb sehr nahe. Für 800 Wii-Points ist das ein echtes Schnäppchen. Spielern mit einer Vorliebe für Rätsel dagegen rate ich es besser ab, dafür gibt es im VC-Bereich genug andere Spiele wie Secret of Mana oder auch Zelda: A Link to the Past.

Grafik

super

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

79%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

05.04.2007

Developer

Ancient

Publisher

Sega

Nintendo Points

800

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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