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Spieleliste: WiiWare

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Contra ReBirth

Shoot 'em Up

22.11.2009

Zum Video-Review

Autor: Martin Küpper

 

 

Manchmal ist es echt nicht schön Europäer zu sein, denn einige Spiele-Serien sind auf den europäischen Markt scheinbar nicht gut zu sprechen. Nehmen wir Contra zum Beispiel. Früher wurde das Actionfeuerwerk bei uns in Probotector umgerannt und statt Aliens haben wir uns mit Robotern anlegen müssen. Der DS Ableger schaffte es hingegen erst gar nicht nach Europa. Umso erfreulicher ist es, dass auch wir Contra ReBirth zu spielen bekommen – und neben Robotern gibt es nun sogar Aliens!

 

 

Ready? Set. Gunfire!

 

In Contra ReBirth schlüpft man wahlweise in die Haut von Bill Rizer, dem Helden des NES Originals oder in die von Genbei Yagyu, der Bill verdammt ähnlich sieht. Im späteren Verlauf kann man auch weitere Charaktere freischalten. Die Geschichte des Spiels wird zwischen den Leveln durch hübsche Standbilder erzählt. Typisch für das Genre ist die Story allerdings recht unwichtig und wenig interessant.

 

Nachdem man sich für einen Charakter entschieden hat, geht die Action auch schon los. Bereits der erste Level macht deutlich, dass einen hier gewohnte Kost erwartet. Während im Hintergrund ein Remix der Musik vom ersten Level des NES Originals erklingt, wollen zahlreiche Gegner mit Kugeln gefüttert werden. Anfangs nur mit einem Maschinengewehr ausgerüstet, findet man schnell Waffenupgrades wie etwa Raketen, Laser oder die Shotgun. Die Waffen haben dabei alle unterschiedliche Eigenschaften. Die Raketen verfolgen ihr Ziel zum Beispiel weitestgehend automatisch, während die Shotgun eine verdammt große Reichweite hat.

 

Nur ein einziger Treffer recht aus um den eigenen Charakter zu töten. Das bedeutet auch, dass man die ausgerüstete Waffe verliert (außer man spielt auf dem leichten Schwierigkeitsgrad). Da man zwischen zwei getragenen Waffen hin und her wechseln kann, ist es eine gute Taktik schnell zu einer schlechteren Waffe zu wechseln, wenn man glaubt das man bald das zeitliche segnet. Schade ist, dass man keine Möglichkeit hat, beide Waffen gleichzeitig zu tragen um die Feuerkraft zu verdoppeln.

 

 

Kurz aber oho

 

Leider ist das Spiel sehr kurz. Es gibt nur fünf Level – die dafür allerdings pure Action bieten. Gerade die Zwischenbosse am Ende der Levels haben es in sich. Man bekämpft etwa eine mit Projektilen schießenden Ninja vom Dach eines fahrenden Trucks aus. Gerade bei diesen Gegnern ist es wichtig, ihre Angriffsmuster auswendig zu lernen, um überhaupt eine Chance zu haben, ihnen auszuweichen und den Kampf zu überstehen. Einige der Bosse dürften Fans dabei äußerst bekannt vorkommen, denn der Titel ReBirth kommt nicht von ungefähr. Selbst einige Levelabschnitte sollen ganz bewusst Erinnerungen an andere Serienableger wecken. Das beste Beispiel ist das zweite Level, das fast eine direkte Kopie der ersten Stage des dritten Teils (in Europa bekannt als Super Probotector) ist.

 

Gerade bei einer derart kurzen Spielzeit ist es umso fataler, dass es keine Highscore-Listen gibt, die einen zum mehrfachen Spielen anreizen würden. Es gibt jedoch einige andere Anreize, das Spiel erneut zu beenden. Wie bereits erwähnt, gibt es zwei freischaltbare Charaktere und wer es schafft, Contra ReBirth auf "schwer" zu beenden, darf sich über noch schwerere Albtraum-Szenarios freuen. In diesen hinterlässt jeder besiegte Gegner einen blauen Ring, der auf einen feuert. Wo wir gerade beim Thema sind: Der Schwierigkeitsgrad ist wieder gesalzen. Zwar haben auch unerfahrene Spieler die Möglichkeit Contra ReBirth im leichten Schwierigkeitsgrad zu beenden, doch wer wahre Herausforderung sucht, der findet sie hier – vor allem im Nightmare-Modus.

 

Außerdem gibt es natürlich den kooperativen Zwei-Spieler-Modus. Wie gehabt macht Contra mit einem Freund noch einmal deutlich mehr Laune. Es gibt nichts, was mehr Spaß machen würde, als zu zweit Wellen von Aliens und Robotern zu bekämpfen. Das Ganze wird dabei zwar manchmal etwas chaotisch, doch das macht es – wie bei Smash Bros. – nur noch lustiger!

 

 

Nostalgie pur

 

Nicht nur spielerisch richtet sich das Spiel vor allem an Nostalgiker. Die Grafik erinnert stark an Super Probotector, wirkt aber deutlich klarer und weniger verpixelt. Auch die Charaktere und Gegner haben deutlich flüssigere Animationen. Der Soundtrack bietet hauptsächlich Remixe altbekannter Lieder, die – genau wie die neuen Kompositionen – perfekt zum actiongeladenen Spielprinzip passen.

Fazit

Contra ReBirth ist purer Spaß – gerade mit einem Freund. Das Spiel ist auf "leicht" auch für Neulinge zu schaffen, während erfahrene Serienfans auf höheren Schwierigkeitsstufen und gerade im Nightmare-Modus, durchaus gefordert werden. Das einzige Problem ist wirklich der viel zu geringe Spielumfang. Die fünf kurzen Level sind im Nu vorbei und auch wenn es einige Gründe gibt, das Spiel erneut zu spielen, muss man sich die Frage stellen, ob einem der kurze Spaß 1.000 Punkte – als rund 10 Euro – wert ist.

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

70%

Singleplayer

75%

Multiplayer

Nintendo Points

1.000

Anzahl Spieler (Lokal)

1-2



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.

 

Nintendo Points

Hiermit sind die Punkte gemeint, die man zum Erwerb von Software für die Virtual Console benötigt. Man kann diese Online per Kreditkarte oder im Geschäft als Punktekarten erwerben und 100 Wii-Punkte stehen für einen Gegenwert von 1,- €. Außerdem kann man Punkte im Tausch gegen VIP-Sterne erhalten, die man bei Kauf von Nintendo-Produkten erhält. Für einen Nintendo Point benötigt man vier VIP-Sterne.


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